Archiv für Tag » Dingboche «
04 | 11 | 2009
Thukla
Geschrieben von admin
Oh heute traf ich azf den Hauptweg zum Kalar Patar und Co …. Trekker ueber Trekker… hier in Taknak wo ich auf halben Weg Pause einlege nach Lobuche gibs nur eine Lodge – die voellig krass ist und dank des eisiges Windes hier auch grausig kalt. Da es nicht soweit von Dingboche war, waren wir recht schnell da ( und so ne Erkaeltung merkt man doch recht arg hier in der Hoehe) und selbst in den Daunenschuhe wurden meine Fuesse bis zum Abend nicht recht warm ….brrrrrrrr …… Jetzt sitz ich hier im Aufenthaltsraum, in dem man kaum einen Platz bekommt und ich glaub auch bald ne Kohlenmonoxid Vergiftung bekomme si gut wie das Feuer hier brennt …… aber eben ich hatte heute den ganzen Tag Blick auf den Lobuche und ich mehr und mehr Lust da hoch zu gehen ….. Unter uns heute Abend ist uebrigens ein deutsch – oesterreiisches Filmteam- fuer was fuer ein Projekt die hier grad unterwegs sind weiss ich nicht… Der Leader ist deursch und spricht sogar Nepali – er scheint sich hier ganz gut auszukennen und war damals auch bei der Live – Uebertragung der Ama Dablam Besteigung als Kameramann dabei….
03 | 11 | 2009
Dingboche die 3.
Geschrieben von admin
Ueber Nacht hat sich ein wenig Halsschmerz dazugesellt. Nich schlimm aber man gut das heute nicht viel passiert. Nach einem netten und langen Fruehstueck mit dem Amerikanern ging auf zu nem kleinen Spaziergang rund um Dingboche. Dann ne Runde Internet fuer euch daheim und danach gabs lecker Mittag (Kartoffeln gebacken). Irgendwie war heute Abreisetag und das Dorf recht lehr und unsere Lodge auch. Am Nachmittag wurde ich aus meinem Powernap geweckt durch einen Helikopter…Es dauerte eine Weile bis ich gecheckt hatte warum aber dann wurde ganz ploetzlich neben mir ein Japaner auf ner Trage in Decken gehuellt und Sauerstoffmaske Richtung Helikopter getragen. Echt spooky das si live mitzuerleben- aber eigentlich kein Wunder wenn man die Leute hier so sieht. Um ehrlich zu sein sieht hier keiner wirklich happy aus und jeder mit dem man spricht hatte bis jetzt oder insgesamt auf dem Trek irgend ne Scheisse am Hals ( Flitzekacke, Bronchitis, Kotzeritis….) Sollte mir das zu denken geben was ich hier ueberhaupt mache- macht mir das hier wirklich Spass – ja eigentlich schon und von Tag zu Tag eigentlich mehr …Und nochmal zu den Japanern -die sind beruehmt dafuer rausgeflogen zu werden da sie sich nicht beschweren und nicht zugeben wenns ihnen schlecht geht, heute grad ( ein Tag spaeter musste neben mir ein Japaner von 3 Sherpas ueberedet werden doch hier einen Tag Pausre zu machen. er wollte obwohl es ihm sehr schlecht ging unbedingt noch die 300 Hm gen Lobuche gehen). Am Abend konnte man noch echt schoene Fotos im Abendlicht machen und dann gabs noch nen Einkauf mit Vorrat an Hustentabletten… zum Glueck denn die Nacht war grenzwertig – Schnupfen,Haksschmerzen. und hinter mir nen tropfender Wasserhahn – der sich ganz schecht macht wenn man sich so wenig wie moeglich aus seinem Inley und Schlafsack quaelen moechte um aufs stille Oertchen zu gehen .. Was schlussendlich dazu fuehrte, dass ich rechtzeitig mein Schlafsackgedoens, Halspastillen, Taschentuch und Stirnlaempchen schnappte und in ein anderes Zimmer zog… gute Nacht also….
02 | 11 | 2009
Dingboche die 2.
Geschrieben von admin
Die nacht war eigentlich ganz ok. Nach dem Fruehstueck gings auf zur neuen Lodge – YEAH! Ich bin dann gleich weiter um auf den Nangkar Shang zu gehen. Eine Erhebung hier ueber Dingboche mit knapp 5100 m – also fast 700 Hm heute fuer mich durch Staub und Staub und noch mehr Staub. Das Wetter war zwar gut aber es gab so ein paar Hoehenwolken , Die nicht nur die Photos etwas bleichen, sondern auch wertvolle waermende Sonnenstrahlen nehmen. und sobald die wef ist ist auch die Stimmung schwer angeschlagen . Die ganzen 3 h quaelre ich mich diesen Berg hoch . Qualvoll nicht unbedingt durch die Anstrengung – denn die haelt sich ja bei diesem langsamen Schritt in Grenzen,aber diese ewug negativen Gedanken : Scheiss staubige Wege,Warum faellt mir das so schwer, Was mach ich hier ueberhaupt, Kann ich ueberhaupt auf die Berge, wenn das Wetter schlecht wird geh ich sofort zurueck, oh gott es sind noch ueber zwei Wochen hier – wie soll ich dasss nur durchstehen. , alle sind schon am runterkommen und hatten Gipfelglueck nur du bist noch hier und kaempfst dich durch die Akklimatisieru gsphase um am Ende schlechtes Wetter am Gipfeltag zu haben ….. naja da kann so ein Huegel ganz schoen lang werden. Nach dem Berg und nem Schokopudding am Mittag beschlossich dann meine Einstellung dannmal ganz schwer zu aendern. Ich bleibe noch einen Tag hier in der coolenneuen Lodge und chille nur und guck von Tag zu Tag was kommt. Keine quaelenden Gedanken was eventuell und uebethaupt sondern carpe diem – ich glaub damit gehts besser. Am Nachmittag gabs dann auch mal ne warme Dusche fuer mich und ein paar Klamotten wurden auch gewaschen – die lustiger Weise eher trocken frieren als alles andere… Am nachmittag machte ich mich auch mit drei Amis bekannt. Vater und Sohn und deren Bekannte auf dem Weg zum Kalar Patar ohne Fuehrer oder Traeger. Sie kommen aus dem Staat Washington. Sie sind supernettund brachten mir am Abend noch nen lustiges Kartenspiel bei. Lustig ich habs schnell begriffen und jede Runde gewonnen – sie liessen mich trotzdem weiter mitspielen und wir tauschten email Adressen aus. Die Lodge war bis zum Nachmittag nur von uns vieren bewohnt aber dann: zuerst kam lustigerweise der Deutsche, den ich in Namche schon wegen seiner Bronchitis eher argwoehnisch begutachtete. – er hats bis hierhin geschafft. Seine Bronchitis scheint weg zu sein. Er hat wenn er so stumm im Essensraum sitzt und mit niemandem kommuniziert Aehnlichkeit mit Horst Schlaemmer- nur irgendwie die Psychovariante. Echt strange der Typ. Und dann kam nich ne Oesi Truppe ca 15 Mann stark- und nich 6 Russen jeweils inklusive Portern und Guides. Hiiiiiiiilfe- superMischung…..aber dank Kartenspiel habe ich nicht allzu viel mitbekommen. Wegens nem Schnupfen wurddie Nacht vielleicht nich all zu toll aber ich bin ja super ausgestattet dank diverser Pharmafirmen ( die haetten mich hier eigentlich mal sponsern koennen … muss mehr an meinem Marketing arbeiten…) und mirgen ist wirklich mal nur chillen angesagt…
01 | 11 | 2009
Pangboche nach Dingboche
Geschrieben von admin
Zum Frühstück gab es Toast mit Erdnussbutter – YEAH!!! Dabei belaberte mich jedoch während ich da so gemütlich in der Sonne saß mein netter Lodgemitbewohner über sich und die Welt. Er ist auf einer Selbstfindungsreise (mit 52 ???), ist für ein paar Monate unterwegs. Hat vorher schon die Annapurna Runde gedreht und war über Gokyo am Everest BC und dem Island Peak. Also am Ende des Gespräches über Astrologie, Gott und die Welt und noch einigen anderen eigenartigen Phänomenen lag der Erdnussbuttertoast ganz schön schwer im Magen.
Heute ging es nach Dingboche. Die Gegend wird deutlich karger und man merkt dass man sich auf der Hauptroute zum Basecamp befindet, denn die Trekker werden deutlich mehr. Nach ca 2 h waren wir inklusive Teepause schon da. Zu meinem Entsetzten in ein völlig heruntergekommener Lodge…
Zum Mittag gab es ganz leckere gebackene Kartoffeln, aber dann beim ersten Gang zur Toilette kamen recht andere Gefühle hoch….Also ich gleich zu Temba und klagte mein Leid. Ich wollte die Lodge gleich wechseln. Leider ging das nicht mehr da er schon für den Preis für das Zimmer verhandelt hatte aber er versprach mir morgen die Lodge zu wechseln, da wir ja zwei Nächte in Lobuche bleiben wollten.
Meine Stimmung war also wiedermal grenzwertig… ich zog mich in mein Zimmer zurück ( welches zwar kalt aber sonst ganz ok war) und konnte vor lauter Frust gar keinen Mittagsschlaf halten zumal draußen grad ein Amerikaner ankam der in voller Lautstärke meinen Guide und Porter ausfragte, was wir denn so vorhaben. Also ich wieder raus und frustig in der Sonne mit Blick zum Ama Dablam eine “hot lemon” geschlürft.
Der Amerikaner war eigentlich Schauspage am Broadway, hat gerade Spielpause und nutzt diese um zum Everest BC zu “laufen”. Ja er läuft – und zwar allein, ohne Träger mit einem ca 15 kg schweren Rucksack….. ok…. wenns Spass macht….Morgen geht’s für ihn weiter nach Lobuche… Für mich gings erstmal auf zur lokalen Bakery vorbei an all den coolen Lodges wo ich nicht hin konnte -ahhhh…Es gab lecker Schokomuffin (bisschen trocken vielleicht aber das Backwerk wird ja hier Nacht für Nacht tiefgefroren
) und einen richtigen Apfel -wow der war echt lecker…
Die Kartoffeln lagen mir am Abend noch immer recht schwer im Magen und der Appetit war dementsprechend nicht so doll. Kurz vor dem Abendessen hat sich noch ein Engländer in unsere Lodge verirrt ( ich dachte schon das wird zum Ritual das ich in ner krassen Lodge sitze allein mit nem verrückten Ami…) der direkt vom Island Peak kam (mit Highcamp um 2:30 losgegangen, um 6:00 am Gipfel gewesen) und dann den ganzen Weg zurück nach Dingboche. Er fands gut , nicht zu schwer und nicht zu kalt. Ich glaub falls ich den Island Peak angehe mach ich das auch so – gleich zurück nach Dingboche, denn hier lässt es sich ganz gut den ein oder anderem Tag aushalten.
Da ich eben nicht wirklich großen Hunger hatte bat ich Temba mir doch nur eine kleine Portion Dhal Bhat (Reis mit Linsensuppe und Gemüse) zu geben (die guides und porter haben immer erst nach dem “Touristenessen” Abendessen und jeden Tag Dahl Bhat). Also hatte ich das erste mal Dahl Bhat (- und ich werde lange was von haben …was sich aber erst am nächsten Tag zeigen wird
) Danach gab es rohe Knoblauchzehen – eine “Wunderwaffe” des Ultraläufers. Was sich dann auch als solche heraus stellte. Dann mal gute Nacht…

